Allgemeine Information


Seit einigen Jahren ist in Deutschland und Europa der Acutouch Pointer der Firma GENESEN® Inc. (Seoul/Korea) auf dem Markt, eine neue Therapiemethode und ein neues Instrument zur Schmerzbekämpfung und Stimulation. Das Instrument wurde im Jahr 2000 in Deutschland CE-zertifiziert und ist in mehr als 65 Ländern mit Patent Nr.:133133 PCT KR 9700169 geschützt. Der Acutouch Pointer wurde als medizintechnischer „Stimulator“ zugelassen und bei DIMDI unter der Nr. DE/CA26-Fa-281.1.1. registriert.

Für den Wellness Bereich wird das baugleiche Gerät seit 2004 unter dem Namen Chi Well Pointer vom gleichen Hersteller vertrieben. Mit dieser rein namentlichen Änderung werden weitere Nachfrager und Märkte angesprochen. Unterschiede in den Bereichen Technik, Einsatzbereiche, Wirkungen und Nebenwirkungen sowie Gegenanzeigen gibt es nicht. Die Ausführungen im nachfolgenden Text gelten daher sowohl für den GENESEN Acutouch Pointer wie den Chi Well Pointer gleichermaßen.

Der Bekanntheitsgrad des Instruments wächst weltweit und die Acutouch-Therapie findet immer neue Anhänger. Obwohl das Instrument in Deutschland in den vergangenen Jahren von ca. 300 klinischen und praktizierenden Ärzten, Physiotherapeuten, Heilpraktikern und Tausenden von Patienten erworben wurde und regelmäßig benutzt wird, findet sich bislang wenig Information über die Funktionsweise, Einsatzbereiche und Ergebnisse der Acutouch-Therapie. Aufgrund der vergleichsweise strengen gesetzlichen Regelungen auf dem Gebiet der Arzneimittelwerbung in Deutschland und den hochgradig in sich geschlossenen Strukturen des Gesundheitswesens bleibt der Acutouch Pointer in Deutschland relativ unbekannt. Der Bedarf an Information besteht auch für diejenigen Ärzte und Patienten, die aufgrund einiger vielversprechender, aber unwirksamer Angebote des alternativen Arzneimittelmarktes eine bestimmte Verdrossenheit und eine feste, fast undurchdringliche Skepsis gegenüber Neuheiten entwickelt haben.

Der vorliegende Beitrag hat das Ziel, Informationslücken über die Acutouch-Therapie nach Möglichkeit zu füllen. Er wäre nicht geschrieben worden, wenn die Acutouch-Therapie nicht bemerkenswerte und außergewöhnliche Effekte erzielt hätte. Entsprechend der uns zur Verfügung stehenden Berichte übersteigen die Effekte des Acutouch Pointer - Einsatzes nicht nur Erfahrungswerte des Placebo-Effektes, sondern auch vieler anderer Therapiemethoden und Arzneimittel.

Einsatzbereiche

Der Acutouch Pointer ist anfänglich für eine Patientin mit dem Ziel der Rehabilitation nach einem Schlaganfall entwickelt worden. Die Ehefrau des Erfinders Dr. Chi Kyung Kim litt nach einem Insult an Lähmungen verschiedener Körperteile. Dies macht es verständlich, daß Dr. Kim alle seine Erfahrung und sein Wissen eingesetzt hat, um seiner Frau zu helfen. Dr. Kim´s Ziel war es, ein Arzneimittel oder ein anderes Hilfsmittel zu (er)finden, das zur Verbesserung des Kreislaufs und zur Beeinflussung des Nervensystems wirksam beitragen könnte. Das Ergebnis der langwierigen Forschungs- und Konstruktionsarbeit war 1994 ein Geräte-Prototyp, der Frau Kim innerhalb von neun Monaten wieder zu einer guten Gesundheit verhalf: Während sie nach dem Schlaganfall nicht in der Lage war, zu gehen und zu sprechen, erwarb sie durch eine tagtägliche Behandlung mit dem Acutouch Pointer verlorene Körperfunktionen zurück. 

In den folgenden Jahren hat der Erfinder die Konstruktion des Instruments verfeinert, präzisiert, verbessert. Es stellte sich heraus, daß das Instrument auch für viele andere Symptome und Erkrankungen, vor allen Dingen gegen Schmerzen einsetzbar ist. Das Instrument erreichte in Korea, Japan, China, in anderen südostasiatischen Ländern schnell einen guten Namen; sowohl Ärzte als auch eine Vielzahl von Patienten erwarben und erwerben das Gerät und setzen es tagtäglich ein. Seit 1998 ist der Acutouch Pointer auch in den USA, einigen afrikanischen Ländern, vor allem in Südafrika und in Europa erhältlich.

Der Acutouch Pointer wird vor allem gegen akute wie auch bei chronischen Schmerzen eingesetzt. Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, einige Arten der Migräne (der Acutouch Pointer wirkt oft auch auf die Begleiterscheinungen der Hemikranie, auf Übelkeit, Brechreiz, übermäßige Empfindlichkeit) können mit dem Instrument erfolgreich behandelt werden. Des weiteren sind Erkrankungen des Bewegungsapparats wie HWS-, BWS-, Schulter-Arm-Syndrom, Lumbago, Ischialgie, Schmerzen bei Koxarthrose, Distorsion, Karpaltunnelsyndrom, Verletzungen der Muskulatur, Gonarthrose und Epicondilitis (Tennisarm) häufige Indikationen für den Acutouch-Einsatz. Bei vielen anderen Erkrankungen kann die Acutouch-Therapie eine gute und nützliche Ergänzung zu anderen Therapiemethoden sein. Auch eine Reihe von psychosomatischen Störungen mit funktioneller Ursache können mit der Acutouch-Therapie erfolgreich behandelt werden: Erkältungen, Bronchialasthma, allergische Rhinitis, Gastritis, Schlafstörungen, Tinnitus, klimakterisches Syndrom usw. (1)

Neben dieser breiten Einsatzmöglichkeit sind weitere vorteilhafte Eigenschaften des Acutouch-Pointer:

Ø      Das Instrument benötigt keine Energiequelle, keinen Strom und keine Batterien.

Ø      Das Instrument ist leicht und ambulant zu handhaben und kann überallhin mitgenommen werden, was z.B. mit einer TENS-Anlage, die vergleichbare Aufgaben löst, nicht möglich ist.

Ø      Der Hersteller gibt auf das Instrument eine 5-jährige Garantie. In der Tat hat der Acutouch Pointer keine Verschleißteile und ist daher faktisch lange Zeit verwendbar.

Wissenschaftliche und medizinische Erfahrung

Der Acutouch Pointer ist bislang weder in Deutschland noch in einem anderen EU Land einer kontrollierten klinischen Studie unterzogen worden, um Placeboeffekte, Spontan-Remissionen u. ä. mit statistischer Signifikanz ausschließen zu können. Die einzige Studie, die als klinisch bezeichnet werden kann, bezieht sich auf die Zertifizierung des Instruments in Korea in den Jahren 1996-1997. Sie wurde von vier verschiedenen Universitätskliniken dokumentiert und bezog sich auf ca. 200 stationäre und ambulante Patienten (2). Alle anderen Informationen, die zum Zeitpunkt dieser Abhandlung vorliegen, sind Zeugnisse von Ärzten, zahlreichen Heilpraktikern sowie Aussagen von einigen hunderten Personen, die sich entweder selbst mit dem Instrument behandeln oder einer Acutouch-Therapie unterzogen wurden. Diese Erfahrung wird in Deutschland bei der „ITM GmbH“, Friedrichsdorf/Ts. ständig zusammengefasst, ergänzt und evaluiert. Im Verlauf des Jahres 2002 wurde der Acutouch Pointer in verschiedenen Kliniken und von einigen praktizierenden Ärzten in Deutschland getestet.

Die weltweite Datenbank der Acutouch-Therapie wird international von Dr. Jock Posen betreut und ist z.T. im Internet abrufbar. Die Erfahrung des Acutouch-Einsatzes in den ostasiatischen Staaten wird auch beim „Genesen Institute“ in Seoul, Korea dokumentiert. Dennoch sind sich sowohl Experten als auch Ärzte und Patienten einig, daß diese Situation nicht zufriedenstellend ist, und sie versuchen den Bekanntheitsgrad der Acutouch-Therapie zu erhöhen.

Der Mangel an eindeutigen klinischen Informationen in Deutschland hat seine Gründe, auf die wir hier kurz eingehen möchten.

  1. Die Kosten einer hinreichenden klinischen Studie, nur auf eine Indikation bezogen, betragen einige hunderttausend Euro, die Anfertigung der Studie benötigt einige Jahre. Weder der Produzent, noch der Importeur des Instruments haben zurzeit die Möglichkeit für eine solche umfangreiche unabhängige Investition. Es ist zu bedauern, daß solche Untersuchungen und Studien meistens nur von großen Pharmaunternehmen getragen werden können und kleinere Unternehmen oft abseits bleiben.
  2. Der zweite Grund besteht aus unserer Sicht darin, dass es unmöglich ist, mit dem Instrument eine „double blind“ Studie durchzuführen. Die Konstruktion des Instruments erlaubt nicht die Anwendung von placeboartigen Ersatzinstrumenten. Das hat zwei Ursachen: Die Acutouch „Placebo-Stifte“ sollen ähnlich wie die Originale aussehen und die gleichen spitzen Enden haben, die eine vergleichbare Wirkung und einen mechanischen Reiz wie das Original verursachen. Eine andere Ursache ist der Magnet: Die nicht-magnetischen Stifte würden dem durchführenden Arzt bzw. dem Personal auffallen und den „double blind“ Untersuchung zunichte machen.

Die Situation mit dem Acutouch Pointer heute erinnert an die Situation der Akupunktur im Westen bis 1973: Damals waren die Beweise für die Akupunktur hauptsächlich kasuistisch – „eine ungeheure Masse von Einzelfallbeschreibungen von einem Viertel der Weltbevölkerung. Leider gab es nur wenige wissenschaftlich kontrollierte Experimente, um die Skeptiker zu überzeugen.“ In den letzten 20 Jahren hat sich die Situation für die Akupunktur jedoch grundlegend geändert. In vielen Bereichen der Medizin erweist sich die Akupunktur als hilfreiche Ergänzung bzw. als sinnvoller Ersatz für viele schulmedizinische Behandlungsmethoden. Wenn wir heute die Entwicklung der Acutouch-Therapie analysieren, bleibt zu hoffen, daß dieses interessante und moderne Heilverfahren seinen Weg durch das undurchsichtige Dickicht der Schulmedizin finden wird.

Wirkungsmechanismen

Über die Wirkungsmechanismen des Acutouch Pointer kann man mehr als nur spekulieren. Wie oben bereits erwähnt, gibt es bis dato zwar keine überzeugende klinische bzw. wissenschaftliche Studie über das Funktionieren des Instruments, hingegen existieren viele Erkenntnisse über den Einsatz des Instruments. Wir können uns auf die Resultate der klinischen Praxis stützen und einige vorsichtige Thesen aufstellen, die sich aus den Ergebnissen der Behandlung mit dem Acutouch Pointer ergeben. Obwohl die wissenschaftliche Begründung der Mechanismen der Acutouch-Therapie vielfach offen bleibt, kann man einige Schwerpunkte in Betracht ziehen und die Auffassung vertreten, die sich einerseits auf die Absicht des Erfinders und andererseits auf bereits bekannte Effekte vergleichbarer Therapiemethoden und bestimmter Analogien beziehen.

Bei der Acutouch-Therapie handelt es sich grundsätzlich um kumulative Effekte verschiedener Behandlungsansätze. Das geschieht dadurch, daß in den beiden Acutouch-Stiften vier verschiedene Heil- bzw. Behandlungsmethoden vereinigt sind. Daher wäre es auch inkorrekt, den Acutouch Pointer mit einer einzelnen anderen Behandlungsmethode zu vergleichen, die nur auf einem Prinzip basiert.

Wir können folgende therapeutische Wirkungen beim Einsatz des Acutouch Pointer beobachten:

  1. Mechanische Wirkung, die der einer Akupunktur bzw. Akupressur ähnelt
  2. Magnetfeldeffekte, die eine gewisse Ähnlichkeit mit verbreiteten Magnetfeldtherapien besitzen
  3. Effekte der Ferninfrarotwellen, die auch aus dem alternativen medizinischen Bereich bekannt sind, und
  4. Ionisierende Wirkung des Germaniums, die in der Medizin praktisch nicht angewendet wird.

Versuchen wir alle diese vier Richtungen kurz zu charakterisieren.

1. Mechanische Wirkung

Zur Belegung dieser Wirkungsrichtung bietet sich eine der am meisten verbreiteten Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) an, die Akupunktur. Es ist bekannt, daß der Erfinder des Acutouch Pointer vorwiegend die Akupunktur im Blick hatte, als er das Instrument zu konstruieren begann. Dafür spricht auch die Tätigkeit des Erfinders Dr. Kim am Medical College der Yanbian Universität in China, die durch die besondere Hervorhebung der TCM bekannt ist.

Einige grundlegende Prinzipien der Akupunktur können auch für den Acutouch Pointer gelten:

  1. a) Analgesie durch die mechanische Reizung der Empfindungszentren: Die Acutouch-Therapie stimuliert - ähnlich wie die Akupunktur - Nervenfasern im Muskel und anderen Gewebe, die Impulse ans Rückenmark entsenden, drei Zentren des ZNS aktivieren (Medulla, Mittelhirn, Hypophyse-Hypothalamus) und damit eine Analgesie hervorrufen.
  2. b) In vielen Fällen haben wir es bei der Acutouch-Therapie, wie bei der Akupunktur auch, mit De-Qi-Empfindungen zu tun. Allerdings sind diese Gefühle bei leichteren Schmerzen schon in den ersten 10-20 Sekunden nachvollziehbar und nicht, wie bei der Akupunktur, nach 15-20 Minuten oder bei der Drehung der Nadel. Bei chronischen Schmerzen tritt anfänglich keine De-Qi-Empfindung auf. Erst nach 20-30 Sekunden beginnt die „Qi-Energie“ spürbar durch die Meridiane zu „fließen“.

Die Acutouch-Therapie hat zwar einige Gemeinsamkeiten mit der Akupunktur, aber sie unterscheidet sich in drei wesentlichen Gesichtspunkten von ihr:

  1. a) Beim Acutouch-Einsatz entsteht keine Penetration der Haut. In dieser Hinsicht ist die Acutouch-Therapie mit der transkutanen elektrischen Nervenstimulation (TENS) bzw. Elektroakupunktur vergleichbar. Es ist allerdings unklar, ob es sich hier um eine ähnliche Wirkung wie bei Niederfrequenz- oder Hochfrequenzstimulation handelt.
  2. b) Die Behandlung ist nicht fest an das Kanäle/Meridiane-System gebunden, was als Vorteil für die Acutouch-Therapie betrachtet werden kann: Es besteht keine Notwendigkeit für den sich selbst behandelnden Patienten, sich spezifische medizinische Kenntnisse anzueignen. Der Patient/die Patientin benutzt den Acutouch selbständig, nach kurzer Einweisung des Experten bzw. nach dem Kennenlernen der Gebrauchsanweisung.
  3. c) Der Acutouch Pointer soll und kann sofort eingesetzt werden, wenn der Patient das Auftreten der Schmerzen spürt. Mit den Akupunkturnadeln ist so etwas unmöglich. Den Acutouch Pointer kann man mit sich tragen, den Arzt samt den Nadeln aber nicht.

Obwohl sich die Wirkung der Acutouch-Spitzen nicht auf die kutane Penetration bezieht, perforieren sie die Epidermis und erreichen die sensiblen Empfindungsbereiche des peripheren Neurons. Durch diesen lokalen Druck wird die Zellmembran depolarisiert und ein afferentes Aktionspotenzial ausgelöst, welches, durch die schnellen Fasern des A-Typs geleitet, im ZNS als „Schmerz“ empfunden wird und letztlich entsprechende chemische Reaktionen zur Folge hat. Wir vermuten, daß eine solche Art der „Kompensation“ bei der mechanischen Schmerzbehandlung der Fall sein könnte. Diese Überlegung steht der vor einigen Jahren verworfenen „Gate-control-Theorie des Schmerzes“ von Melzack und Wall (3)nahe, daß die über Aa- bzw. Ad-Fasern empfundenen und geleiteten Afferenzen von den Akupunkturnadeln an hypothetischen Toren im Rückenmark und Thalamus mit den über langsame C-Fasern geleiteten Schmerzreizen konkurrieren und diese dadurch hemmen.

Außerdem nehmen wir an, daß das primäre Schmerzgefühl (besonders bei chronischen Zuständen, wenn die Afferenzen durch die Zellen des C-Typs geleitet werden) nach Ablauf einer bestimmten Zeit vom ZNS toleriert wird, sodass eine Produktion von schmerzstillenden Endorphinen nicht ausgelöst wird. Bei akuten Schmerzzuständen könnten Hemmungserscheinungen zustande kommen, wenn der Patient von der gereizten Zone überhaupt kein Schmerzgefühl erhält („Wedensky-Hemmung“), jedoch den durch die mechanische Einwirkung des Acutouch induzierten Schmerz neu empfindet und eine neue Produktion von Schmerzmitteln (z.B. Enkephalin und Dynorphin) auslöst. Zu diesem Thema verweisen wir auf die Arbeit von Christink (1)

In dieser Hinsicht ähnelt die Wirkung des Acutouch Pointer mehr den Wirkungen der Analgetika als den der Anästetika, mit der Ausnahme, daß der Acutouch keine Reizerscheinungen der Magenschleimhaut und Störungen des Magen-Darm-Trakts mit sich bringt.

Das folgende Diagramm zeigt die sensorische Einheit und ihr Rezeptorenfeld. Der Acutouch Pointer stimuliert die peripheren Endpunkte der beeinflussten Neuronen.

Zeichnung aus B. Christink (1)

2. Magnetfeld

Es ist bekannt, daß die Nervenzellen nicht nur durch die physikalischen und chemischen, sondern auch durch Strahlung, Elektrizität und elektromagnetische Felder beeinflußt werden können. Das letztere ist auch mit den natürlichen Erregungsvorgängen im Gewebe eng verbunden.

Der Mensch ist ein „Magnetwesen“, weil unser Organismus unter dem ständigen Einfluß der magnetischen Felder lebt. Das größte, aber nicht das stärkste dieser Felder ist das irdische Magnetfeld (ca. 1 Gauß bzw. 32 Ampere pro Meter oder 40 Mikrotesla). Die Abnahme bzw. Zunahme der Intensität des Magnetfeldes wirkt auf alle Prozesse des Körpers.

Die heilende Wirkung der Magnetfelder war schon im alten China bekannt. Dort brachte man die Magnete in Verbindung mit der Akupunktur und erreichte dadurch bessere Behandlungseffekte. Magnetfelder werden heute sowohl in der Schulmedizin als auch in den alternativen Heilverfahren vielschichtig eingesetzt (6-10)

Die Hauptindikationen, bei denen die Wirkung dieser Therapie eine Reihe von Effekten erzielt, sind:

Ø     Durchblutungsstörungen

Ø     Schmerzzustände, besonders im Kopfbereich und am Bewegungsapparat

Ø     Notwendigkeit der Regenerationsprozesse

Ø     Entzündungen

Ø     Hautkrankheiten (als unterstützende Maßnahme)

Die Vorteile der Magnetfeldtherapie sind in den letzten Jahren auch dem breiten Publikum bekannt geworden. Zur Therapie werden verschiedene Methoden und Verfahren sowie Magnete verschiedener Stärken (bis 20.000 Gauß gilt als unbedenklich) eingesetzt (10). Im Vergleich zu anderen Magnetfeldtherapiemethoden benötigt der Acutouch Pointer keine zusätzlichen Energiequellen, keinen Strom, keine Batterien. Das Magnetfeld des Instruments ist natürlich und wird von zwei verschieden ausgerichteten Magneten in den Acutouch-Stiften erzeugt.

Die Mechanismen der magnetischen Wirkung auf das Gewebe sind nicht vollkommen klar, aber in vielen Fällen erlauben die Resultate der Behandlung über die Effektivität der Magnetfeldtherapie zu reden. Grundsätzlich wird vermutet, daß alle Prozesse im menschlichen Körper, die mit der elektromagnetischen  Dynamik zu tun haben, von angelegten Magneten beeinflußt werden. Genauso werden auch Prozesse beeinflußt, an denen die Spurenelemente teilnehmen, die magnetische Eigenschaften haben (z.B. Eisen). Außerdem wirken die Magnete auch auf Prozesse im Organismus, welche auf der atomaren Ebene verlaufen (7).

Es wird vermutet, dass Magnete die Leitfähigkeit des Blutes leicht erhöhen. Ionisiertes Blut kann die Blutzirkulation verbessern und hohen bzw. niedrigen Blutdruck normalisieren. Magnetisiertes Blut kann mehr Sauerstoff zu den Zellen transportieren, es kann Organen und Gewebe mehr Energie zuführen, was im Ergebnis eine Leistungssteigerung bedeutet (1). Wir nehmen an, daß auf das Magnetfeld des Acutouch-Pointer die negative Ladung der Erythrozytenoberfläche reagiert und die Oxygenation des Hämoglobins effektiver als üblich verläuft: Ohne die Viskosität des Blutes zu erhöhen, bindet 1g Hb mehr als die übliche Menge von 1,34 ml O2. Die O2-Kapazität des Blutes steigt unter der Wirkung des vom Acutouch Pointer gebildeten Magnetfeldes.

Sauerstoffmangel gehört durchaus zu den wichtigsten Krankheitsursachen. Besonders bei Kopfschmerzen, Migräne, Verspannungen spielt die unzureichende Sauerstoffzufuhr eine wichtige Rolle. Sauerstoff stellt für jede Zelle Leben und Energie dar. Erhält eine Zelle nicht genügend Sauerstoff, dann richtet sie sich auf eine andere Energiequelle. Gewöhnlich stellt dann die Zuckergärung die alternative Energiequelle dar. Diese stört aber den Stoffwechsel und fördert die Produktion schädlicher Chemikalien in der Zelle, so daß rasch eine ganze Gruppe ungesunder und schwacher Zellen entstehen. Diese Zellen haben ihre natürliche Immunität verloren und sind empfänglich für Invasionen von Bakterien und Viren. Sauerstoffarmes Gewebe kann verschiedene Störungen bewirken: Herzkrankheiten, Gedächtnisverlust, Schwäche der peripheren Arterien, Schwindel- und Schlaganfälle, Diabetis, Gleichgewichtsstörungen.


Auch das endokrine System reagiert auf Magnetfelder. Während das Nervensystem direkt auf Muskeln und Drüsen (die eine schnelle somatische Aktivität bestimmen) reagiert, übt das endokrine System einen langsameren Effekt aus. Es wirkt auf Zellen mit Hilfe chemischer Substanzen, den Hormonen, die direkt im Blut abgesondert werden. Diese Hormone üben einen spezifischen Effekt auf bestimmte Zelltypen aus. Jede Zelle hat Rezeptoren, die nur die speziell für sie vorgesehenen hormonellen Moleküle erkennen und aus dem Blutzirkulationssystem herausziehen. Einige endokrine Drüsen werden durch das Nervensystem, andere durch chemische Veränderungen im Körper aktiviert. 

Der Acutouch Pointer beinhaltet zwei Permanentmagnete, die verschiedenpolig in Yin und Yang Stiften untergebracht sind und ein Magnetfeld in der stärksten Version (2013) ca. 1.100 Gauß bilden. Der Vorteil der Acutouch-Therapie gegenüber vielen anderen Magnetfeldtherapiegeräten ist gerade diese „zweipolige“ Behandlung. Das Gewebe zwischen dem negativen und dem positiven Magnetpol wird beidseitig beeinflußt. Die Patienten haben oft ein subjektives Gefühl des „Flusses“ unter der Haut, zwischen den angelegten Acutouch-Stiften.

3. Ferninfrarotwellen

Die Acutouch Pointer Stifte erzeugen Ferninfrarotstrahlen mit einer Wellenlänge von 6 bis 14 Mikrometern. Seit langem ist bekannt, dass Ferninfrarotstrahlen in diesem Wellenbereich für das Wachstum und die Genesung vorteilhaft sind. Die Ferninfrarotstrahlen sind eine Lichtart, die für das menschliche Auge unsichtbar ist und sich jenseits des roten Endes des Lichtspektrums befindet. Sie sind in der Lage, tief in den menschlichen Körper einzudringen und auf sanfte und angenehme Weise die Temperatur des Gewebes zu erhöhen. Durch die Wirkung der Ferninfrarotstrahlen werden die zu behandelnden Körperteile erwärmt und stimuliert. Diese Thermotherapie wirkt auf das Gewebe entspannend. Die Muskeln erholen und entspannen sich, die Blutgefäße erweitern sich, eine nervöse Belastung wird gelindert. Die Thermotherapie wird heute von vielen Fachleuten auch zur Behandlung und Rehabilitation von Sportverletzungen eingesetzt.

Die Ferninfrarotstrahlen werden durch eine Biokeramik innerhalb des Acutouch Pointer ausgesendet. Biokeramik zur Emission von Fern-Infrarotstrahlen wurde erstmals von der NASA Ende der Sechziger /Anfang der Siebziger Jahre entdeckt und eingesetzt. Heute finden die biokeramischen Materialien eine breite Anwendung im Bereich der Prothetisierung.

Die Wirkung der Ferninfrarotstrahlen auf den Körper umfaßt in vielen Fällen:

  • Eine Verbesserung des Blutkreislaufs
  • Eine Verbesserung des Stoffwechsels, eine erleichterte Enzymbildung
  • Eine Unterstützung der Absenkung der freien Fettsäuren, des Cholesterins und Natriums
  • Eine allgemeine Entspannung und Beruhigung.

4. Anionen

Es ist bekannt, daß einige Germanium-Formen (z.B. Ge-132, sog. organische Ge-Mischung) in manchen Fällen bei der Therapie von Tumoren sowie bei der Schmerzbehandlung eingesetzt werden. Der Acutouch enthält metallisches Germanium, welches in den Stiften neben den Magneten und der Biokeramik disponiert ist.

Germanium erzeugt negative Ionen oder Anionen, die - wie Magnetfelder - die Fähigkeit des Körpers, Sauerstoff aufzunehmen und zu verbrauchen, beeinflussen. Anionen beschleunigen die Sauerstoffzufuhr in die Körperzellen und in das Gewebe, während Kationen diesen Prozess verlangsamen. Ganz generell läßt sich feststellen, daß beim Menschen die negativen Ionen eher eine Verbesserung des Wohlbefindens auslösen, wohingegen positive Ionen eher das Gegenteil bewirken.

Grundsätzlich bewirken Anionen im Organismus:

  • Eine Abnahme von Depression
  • Das Absinken der Reizbarkeit
  • Die Verbesserung kognitiver Funktion
  • Eine Stärkung des Immunsystems

 

Übersicht: Unterschiede zwischen positiven und negativen Ionen (nach 1)

 

POSITIVE ION (KATIONEN)

NEGATIVE ION (ANIONEN)

Allgemein

Stimulation, Erregung, Unbehagen

Besserer Schlaf, Erholung, Gelassenheit, Belebung

Nervensystem

Erregung des Sympathikus Nervs

Erregung des Parasympathikus Nervs

Sauerstoffaufnahme

Anstieg

Abnahme

Harnableitung

Repression

Förderung

Blutdruck

Anstieg

Abnahme

Körperflüssigkeit

Wird basisch

Wird alkalisch

Kapillaren

Kontraktion

Erweiterung

Leukozyten Anzahl

Abnahme

Anstieg

Serum Ca Anzahl

Abnahme

Anstieg

Serum K. Anzahl

Anstieg

Abnahme

Anionen oder negative Ionen kompensieren Stresseinflüsse des modernen Lebens, in dem der normale Ausgleich zwischen Anionen und Kationen durch Verschmutzungen, schädliche elektromagnetische Wellen, übermäßige Aktivität oder stress-beschleunigende Oxidation unterbrochen wird. 

__________________________________

Literatur:

  1. Christink, Blair. Acutouch Therapy - An advanced form of non-invasive acupuncture, adding the benefits of Magnetism, Far Infrared Rays and Anions. In „Akupunktur. A Scientific Appraisal“ von E. Ernest und A. White. Butterworth-Heinemann Medical. 1999
  2. Zertifikation. Klinische Studien von vier Universitätskliniken in Korea. 1997.
  3. Melzack, Ronald. Wall, Patrick, D. Challenge of Pain. Penguin. 2nd Updtd edition. 2001.
  4. Stux, Gabriel. Pomeranz, Bruce. Basics of Acupuncture. 4th rev. Edition. Berlin/Heidelberg/New York 1998;
  5. Norden, Michael.Beyond Prozac: Brain-Toxic Lifestyles, Natural Antidotes & New Generation Antidepressants. HarperCollins. 1996.
  6. Null, Garry. Healing with magnets. New York. 1998.
  7. Payne, Buryl. Magnetic Healing, Advanced Techniques for the Application of Magnetic. Lotus Press. 1999.
  8. Ramey, David W. Magnetic and Electromagnetic Therapy. In „The Scientific Review of Alternative Medicine“. Nr. 4/1998.
  9. Schweigmann, Christiane. Rauch-Petz, Gisela. Magnetfeldregeneration. München. 2000.
  10. Zittlau, Jörg. Magnettherapie – da scheint tatsächlich was dran zu sein. Ärzte Zeitung, 05.02.01.
  11. Goodman, Sandra. Germanium. The health and life enhancer. Thorsons 1988.
  12. Leeser, R.(Hrsg.) "Ambulante und stationäre Therapie chronischer Schmerzen", 2. Auflage. Stuttgart. 1995.
  13. Hempen, Carl-Hermann. dtv-Atlas Akupunktur. 5. Auflage. München. 2001.
  14. Kaptchuk, Ted, J. Das große Buch der chinesischen Medizin. 2. Auflage. München. 2001.

 

 

Text: © 2002-2015, Levan G. Gvelesiani - Claus D. Hagenhoff]

Migräne-Studie

Ergebnisse der Anwendungsbeobachtung:

Einsatz der Behandlung mit dem Chi Well Pointer

bei Migränekranken

Dr. J.Brand (Migräneklinik, Königstein/Ts.),

Hagenhoff und Dr. L. Gvelesiani (ITM GmbH, Friedrichsdorf/Ts.)

 

Einleitung

Die Behandlung mit dem Chi Well Pointer ist eine relativ neue Methode zur Behandlung verschiedener Krankheitsbilder. Sie ist in 90-er Jahren in Korea entwickelt worden und wird seit geraumer Zeit in anderen Ländern, auch in Deutschland angewendet. Diese Therapie basiert auf mindestens zwei bekannten Behandlungsmethoden, deren Effektivität in der sog. Schul-Medizin immer noch umstritten ist, gleichwohl werden sie von vielen Ärzten und Vertretern der Heilberufe eingesetzt:

  • Akupunktur und
  • Magnetfeldtherapie.

Über beide Therapiearten sind zahlreiche Studien vorhanden und wir verweisen auf die unten angeführten Links hinsichtlich des Einsatzes dieser Methoden bei den Problemen, die mit dem Kopfschmerz und Migräne verbunden sind.

Im Unterschied zu den genannten zwei Behandlungsmethoden hat die Behandlung mit dem Chi Well Pointer folgende Merkmale:

  • Sie ist nicht invasiv, verletzt nicht die Haut des Patienten;
  • Ihre Anwendung benötigt keine spezielle Ausbildung und ist von jedem Patienten leicht handzuhaben;
  • Sie ist jederzeit und an jedem Ort anwendbar;
  • Sie ist nicht mit dem Einsatz des elektrischen Stroms verbunden.

Die Anwendungsbeobachtung fand zwischen September 2002 und Januar 2003 statt. Dabei wurde das Instrument mit dem Namen Chi Well Pointer des koreanischen Produzenten Genesen Inc.® eingesetzt.

Ziel der Anwendungsbeobachtung

Feststellung der Effektivität der Behandlung mit dem Chi Well Pointer bei den Kopfschmerzen und bei Migräne durch Beobachtung einer begrenzten Anzahl von Patienten unter klinischen und ambulanten Bedingungen. Festlegung der Möglichkeiten und der Effekte der Behandlung mit dem Chi Well Pointer.

Das Auftreten folgender Wirkungen sollte untersucht werden:

  • Vorbeugung von Schmerzen,
  • Linderung von Kopfschmerzen und Schmerzen bei Migräneattacken

Ablauf der Anwendungsbeobachtung

Für die Anwendungsbeobachtung sind 8 stationäre und 6 ambulante Patienten auf freiwilliger Basis ausgewählt worden. Alle Patienten litten unter Migräne mit unterschiedlicher Attacken-Intensität bereits seit mehreren Jahrzehnten. Bei den  meisten Teilnehmern der Anwendungsbeobachtung verbanden sich ca. 60% ihrer Schmerzattacken mit dem Auftreten von Spannungen im Nacken bzw. Schulterbereich.

Die stationär behandelten Patienten in der Migräneklinik unterlagen auch anderen standardmäßig durchgeführten Therapien (z.B. Entspannungstherapien, Entgiftung nach der Dr. F. X. Mayr-Therapie u.a.). Sie erhielten für die Dauer von ca. 2 Wochen 12 mal jeweils etwa 20-minütige tägliche Behandlungen. Außerdem erhielten sie während dieser zwei Wochen ein Chi Well Pointer Instrument zur Selbstbehandlung, womit sie sich täglich 2-3 mal und nach Bedarf (z.B. bei einer Migräneattacke) behandelt haben. Allen Teilnehmern ist am Anfang der Anwendungsbeobachtung die Handhabung des Chi Well Pointers erklärt worden. Patienten, die während der Anwendungsbeobachtung unter einer Schmerzattacke  litten, konnten sich dabei mit dem Instrument behandeln und einen direkten Zusammenhang zwischen der Schmerzreduzierung und der Anwendung der Behandlung mit dem Chi Well Pointer herstellen. Dagegen gab es für andere Patienten, die während dieser zwei Wochen keine Schmerzen hatten, keine eindeutige Möglichkeit ihren schmerzfreien Zustand mit dem Einsatz des Instruments zu verbinden.

Um den Einfluß anderer klinischer Therapien auszuschliessen und zur Verifizierung der unabhängigen Wirkung des Instruments sind in der zweiten Phase der Anwendungsbeobachtung 6 andere, diesmal ambulante Patienten gewählt worden, die die Migräneklinik für eine kurze Therapie/Beratung 3 bis 10 mal im Jahr besuchen.[1] Allen Patienten ist je ein Instrument leihweise für mindestens 4 Wochen ausgehändigt worden. Alle Patienten sind in die Handhabung des Instruments eingewiesen worden. Während dieser Zeit erhielten sie keine andere Behandlung und griffen nur im äußersten Fall zu schmerzlindernden Mittel, und nur dann, wenn sie mit der Behandlung mit dem Chi Well Pointer keine schmerzlindernden Effekte erzielten.

Alle Patienten führten ein Behandlungstagebuch, wo die Art der Behandlung, ihre Intensität, die Körperbereiche, an denen die Chi Well Pointer eingesetzt wurden, und die Ergebnisse der Behandlung notiert wurden. Am Ende der Anwendungsbeobachtung sollten die Patienten einen Befragungsbogen ausfüllen, in welchem ihr subjektives Gefühl bzw. Ihre Zufriedenheit mit dieser Therapie zum Ausdruck gebracht werden konnte. (Die Dokumentation befindet sich bei den Autoren).

 Ergebnisse der Anwendungsbeobachtung

 Stationäre Patienten  
Deutliche Besserung                      3
Besserung                                           0
Leichte Besserung 1
Keine Veränderung, schmerzfrei 3 [2]
Keine Veränderung, unzufrieden 1 [3]  
   
Ambulante Patienten
Deutliche Besserung 2
Besserung 2
Leichte Besserung 1
Keine Veränderung, schmerzfrei 0
Keine Veränderung, unzufrieden 1

Erklärung der abgefragten Zustände

Deutliche Besserung: Der Einsatz der Behandlung mit dem Chi Well Pointer war für die Vorbeugung des Kopfschmerzes und der Migräneattacke nützlich und bot dem Patienten die Möglichkeit zur erheblichen Reduzierung der Schmerzmittel. Der Einsatz zu Beginn der Schmerzattacke erbrachte eine mehr als 70%-ige Verbesserung des Zustands.

Besserung: Die Behandlung mit dem Chi Well Pointer wirkte vorbeugend und schmerzlindernd in mehr als 50% der Fälle.

Leichte Besserung: Der Einsatz der Behandlung mit dem Chi Well Pointer war spürbar in über 40% der Fälle, brachte jedoch keine wesentliche Linderung der Schmerzen, die sich vom Placebo-Effekt bzw. von der spontanen Remission erheblich unterscheidet.

Keine Veränderung, schmerzfrei: Die Wirkung der Behandlung mit dem Chi Well Pointer konnte nicht mit dem schmerzfreien Zustand unmittelbar in Verbindung gebracht werden.

Keine Veränderung, unzufrieden: Die Behandlung mit dem Chi Well Pointer hatte keine Wirkung. Die Schmerzen traten wie vor der Behandlung auf.

Besprechung der Ergebnisse

Die Anwendungsbeobachtung hat folgendes gezeigt.

  1. Vorbeugung. Die Behandlung mit dem Chi Well Pointer ist effektiv bei der Vorbeugung und bei der Behandlung der Spannungskopfschmerzen in 90% der beobachteten Fällen. Wenn das Instrument unmittelbar bei der Entstehung der Spannungen im Nacken- bzw. Schulterbereich eingesetzt wird, tritt der Schmerz nicht mehr ein. Damit könnte die Häufigkeit der Schmerzattacken im Durchschnitt um ca. 60% reduziert werden.
  2. Einsatz bei den Kopfschmerzen. Die Behandlung mit dem Chi Well Pointer war effektiv bei der Unterbindung von Kopfschmerzen schon bei den ersten auftretenden Signale des Schmerzes. Daher ist den Beobachtern die Möglichkeit entzogen worden, die Effektivität der Therapie während der Schmerzattacke in Zahlen zu bestimmen. Dieses gilt besonders für Spannungsschmerzen.
  3. Einsatz bei der Migräneattacke. Bei den akuten Migräneattacken war die Therapie auf Dauer weniger erfolgreich. Obwohl bei ca. 60% der Fälle eine kurzfristige Schmerzlinderung erreicht worden ist, kehrte der Schmerz in etwa 2-3 Stunden wieder zurück. Ein Teil der Patienten berichtete, daß die wiederkehrende Schmerzattacke erst nach mehrmaligem Einsatz des Instruments und anschließendem mehrstündigen Schlaf beseitigt werden konnte. Diese Spezifik der Behandlung mit dem Chi Well Pointer wird zurzeit weiter untersucht.
  4. Bei der Behandlung der Patienten mit der Behandlung mit dem Chi Well Pointer ist ein zusätzlicher ungeplanter Effekt beobachtet worden. Die Patienten, die neben der Migräne unter Rückenschmerzen litten, haben alle eine deutliche Besserung des Zustandes erfahren.

Anschließende Bemerkungen

  • Die Behandlung mit dem Chi Well Pointer kann einem Teil der Migränepatienten empfohlen werden, besonders solchen, bei denen die Migräneattacke mit Spannungskopfschmerzen verbunden sind. Auch bei einigen Fällen der Migräne kann die Behandlung mit dem Chi Well Pointer als vorbeugende bzw. schmerzunterbindende Methode erfolgreich sein, obwohl noch keine ausreichende Information zur langfristigen Wirkung dieser Therapie vorhanden ist.
  • Die Beobachtung der Behandlung mit dem Chi Well Pointer wird sowohl in der Migräne-Klinik Königstein, als auch unter Einbeziehung von einzelnen Patienten außerhalb der Klinik fortgesetzt. 
  • Wir bitten die Leser, die diese Therapie kennen, uns über ihre Erfahrung zu berichten. Schreiben Sie bitte an die Adresse: ITM GmbH, Frankenweg 36, 61318 Friedrichsdorf/Ts., senden Sie uns eine Email: info@itm-online.de oder schreiben Sie einen Beitrag in unserem Forum auf dieser Homepage. Beachten Sie bitte auch die weiteren Informationsmöglichkeiten unter dem Menupukt: Links. 

[1] Zusätzlich zu diesen 6 haben 3 Patienten, die in der ersten Phase bei der Beobachtung in der Klinik mitwirkten, die Anwendung der Therapie auch unter nicht-klinischen Bedingungen erfolgreich fortgesetzt. Diese sind in unserem Bericht nicht berücksichtigt.

[2] Diese Patienten waren zu Anfang der Behandlung mit dem Chi Well Pointer schmerzfrei und blieben so bis zum Verlassen der Klinik. Diese Schmerzfreiheit wird in unserer Untersuchung nicht zum positiven Effekt der Behandlung mit dem Chi Well Pointer zugerechnet.

[3] Diese Patientin hat später, nach dem Verlassen der Klinik und der eigenhändigen Fortsetzung der Therapie,  ihre Meinung auf „Besserung“ geändert und ein Instrument für die weitere Behandlung beibehalten

Die Geschichte

Der Name "Chi Well Pointer" ist eine Wortschöpfung des Entwicklers und verweist auf die elementare Lebens-Energie in unserem Körper. Das energetische Leitsystem der asiatischen Denkform sind die Meridiane, im europäischen Denken sind es die Nerven und in der indischen Betrachtung sind es die Chakren. Jede der verschiedenen Denksysteme sind gute Wegweiser zur Anwendung. In den letzten Jahren haben wir eine Vielzahl von Initiativen entwickelt um ein Verständnis des Produktes, seiner Funktion und der Wirksamkeit zu erreichen. Viele Erfahrungen sind in der Zeit, seit es den Chi Well Pointer in Europa gibt, gesammelt worden.

Der Chi Well Pointer wurde von Dr. Chi Kyung Kim, einem erfolgreichen koreanischen Industrieingenieur, 1994 auf seinen persönlichen Wunsch erfunden, um seiner Frau zu helfen, die einen massiven Schlaganfall erlitten hatte. Mit seinem Wissen von Physik, Akupunktur und therapeutischen Phänomenen um die Blutzirkulation entwickelte er einen Prototypen mit dem er seiner Frau ihre Gesundheit innerhalb einer Periode von 10 Monaten vollständig wiederherstellte.

Als dies in der Öffentlichkeit bekannt wurde, erhielt Dr. Kim zahllose Anfragen für die Herstellung des Chi Well Pointers. Die Firma Genesen Inc. wurde 1996 in Seoul gegründet um den Chi Well Pointer herzustellen und international zu vermarkten. Viele Tests und klinische Versuche wurden an Universitätskliniken und Krankenhäusern in China und Korea durchgeführt, um die heilenden Effekte zu bestätigen, bevor das Produkt 1996 für den Markt freigegeben wurde. Seit Gründung des Unternehmens in Seoul sind über 600.000 Chi Well Pointer weltweit verkauft worden.

So wie auf der ganzen Welt wird auch in Europa der Chi Well Pointer als Wellnessgerät präsentiert und angeboten. Die Pointer sind seit 1996 in Europa eingeführt und sind für Laien und Fachleute, in der Human-und Tiermedizin gleichermaßen von Vorteil.

Der Chi Well Pointer (in Deutschland ehemals GENESEN ACUTOUCH POINTER) (Pat. Nr. 133133 PCT KR 9700169) von I.E., Ph.Dr. Kim, Chi Kyung – Präsident von Korea Industrial Engineering Center wurde 1994 entwickelt und auf diversen internationalen Erfindermessen präsentiert.

Behandlung

Bemerkungen zur Behandlung

Der Einsatz des Chi Well Pointer erfordert eine bestimmte Regelmäßigkeit: Besonders bei chronischen Schmerzen soll das Instrument in den ersten zwei Behandlungswochen täglich 2-4 mal eingesetzt werden. Danach kann der Patient selbst über die Häufigkeit des Einsatzes entscheiden. Bei nichtchronischen Schmerzen wirkt der Chi Well Pointer in den meisten Fällen schmerzlindernd unmittelbar nach dem ersten Einsatz. Nach 2-3 Einsätzen ist der Patient in der Regel schmerzfrei und setzt das Instrument danach bei Bedarf bzw. zur vorbeugenden Therapie ein.

Ausgehend von der Rolle der Wirbelsäule bei der Entstehung von Schmerzen sollte bei der Schmerzbehandlung grundsätzlich darauf geachtet werden, daß bei den Kopf-, Schulter-, Hand-, Brustkorbschmerzen, also bei allen Schmerzen, die in der oberen Körperhälfte und in den oberen Extremitäten auftreten, zu Beginn der Behandlung der Bereich um die HWS (Du14 - Du16, B10, bis auf Gb 20 und Gb 21) ca. 5 Minuten lang bearbeitet wird.

Bei allen Beschwerden im Unterleib bzw. in den Füßen und im unteren Rücken soll der Bereich um die 4.-5. LWS (Du3, Du 4, Du 5, B21, bis B30) für ca. 5 Minuten behandelt werden.

Die Behandlung des Rückens ist generell immer vorteilhaft. Nach Möglichkeit und Zeit sollte der Rücken vollständig bearbeitet werden. Die Lendenbereiche sollen bis hin zum vorderen Bauch und die Brustwirbelbereiche bis zum Schulterblatt behandelt werden.

Danach kann die Behandlung unmittelbar am und um den Bereich des Schmerzes fortgesetzt werden. Ähnlich wie bei der Akupunktur werden die Nahpunkte, also sowohl die klassischen Akupunkturpunkte in diesem Bereich als auch die druckdolenten Ah-Shi-Punkte behandelt.

Schmerzmittel (Analgetika, entzündungshemmende Präparate), Drogen und Alkohol beeinträchtigen die Wirkung des Chi Well Pointer negativ. Nimmt der Patient bei chronischen Schmerzen dauerhaft Schmerzmittel ein, sollte der Übergang zur Behandlung mit dem Chi Well Pointer schrittweise erfolgen: Die Einnahme der Schmerzmittel soll allmählich reduziert werden.

 Behandlungsablauf

Die Chi Well Pointer Stifte werden in einer der beiden mitgelieferten Halterungen fixiert. Wenn erforderlich, etwa bei der Behandlung des Rückens, wird die 3,5 cm Halterung mit dem Verlängerungsstift verbunden. Bei akuten Schmerzen werden die Chi Well Pointer Stifte direkt auf die Schmerzstelle und die umgebenden Bereiche mit einem leichten Druck aufgesetzt und ca. 20-30 Sekunden lang gehalten. Bei der Berührung der Haut mit den Stiften kann sich ein leichtes Stechen oder Wärmegefühl einstellen, das einige Sekunden dauert. Dabei ist das Gefühl der Wärme bzw. des Drucks von Bedeutung. Die Stellen, wo es am meisten „brennt“, wo man fühlt, als ob eine heisse Nadel in die Haut sticht, sind die wirklich relevanten Stellen. Diese sollten sorgfältiger und länger (ca. 20-30 Sekunden) bearbeitet werden als die Stellen, wo nur das Gefühl eines mechanischen Stechens einsetzt.

Bei chronischen Schmerzen kann an der Einsatzstelle auch ein stärkeres Schmerzgefühl einsetzen, das manchmal sehr heftig, unerträglich erscheint, und auch länger als 20-30 Sekunden dauern kann. Die Behandlung der chronischen Schmerzen ist dadurch gekennzeichnet, dass am Anfang der Behandlung das Ansetzen der Stifte fast keinen Schmerz hervorruft, dieser ist erst nach etwa 20 Sekunden zu spüren. Die schmerzende Stelle und die umgebenden Bereiche werden 10-20 Minuten lang behandelt., wonach im bearbeiteten Bereich oft ein Wärmegefühl einsetzt, das einige Stunden anhalten kann. In vielen Fällen wird der Schmerz unmittelbar nach der Behandlung reduziert. Oft tritt die Erleichterung in den nächsten Stunden ein. Die Behandlung kann anfangs 2-4 Mal am Tag wiederholt werden. Tritt nach einigen Behandlungen eine Verbesserung des Zustands ein, kann der Chi Well Pointer weiterhin zur Stimulation und Vorbeugung nach Bedarf eingesetzt werden. Das Schmerzempfinden kann sich nach den ersten 2-3 Behandlungen kurzfristig verstärken. Es empfehlt sich dann, die Behandlung nicht abzubrechen, sondern fortzusetzen, bis eine Verbesserung eintritt.

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