Migräne-Studie: So wirkt der Chi Well Pointer

Ergeb­nisse der Anwen­dungs­beobach­tung:

Einsatz der Behandlung mit dem Chi Well Pointer bei Migränekranken

Dr. J.Brand (Migränek­linik, Königstein/Ts.),

Hagen­hoff und Dr. L. Gve­le­siani (ITM GmbH, Friedrichsdorf/Ts.)

Einleitung

Die Behand­lung mit dem Chi Well Point­er ist eine rel­a­tiv neue Meth­ode zur Behand­lung ver­schieden­er Krankheits­bilder. Sie ist in 90-er Jahren in Korea entwick­elt wor­den und wird seit ger­aumer Zeit in anderen Län­dern, auch in Deutsch­land angewen­det. Diese Ther­a­pie basiert auf min­destens zwei bekan­nten Behand­lungsmeth­o­d­en, deren Effek­tiv­ität in der sog. Schul-Medi­zin immer noch umstrit­ten ist, gle­ich­wohl wer­den sie von vie­len Ärzten und Vertretern der Heil­berufe einge­set­zt:

  • Akupunk­tur und
  • Mag­net­feldther­a­pie.

Über bei­de Ther­a­pieart­en sind zahlre­iche Stu­di­en vorhan­den und wir ver­weisen auf die unten ange­führten Links hin­sichtlich des Ein­satzes dieser Meth­o­d­en bei den Prob­le­men, die mit dem Kopf­schmerz und Migräne ver­bun­den sind.

Im Unter­schied zu den genan­nten zwei Behand­lungsmeth­o­d­en hat die Behand­lung mit dem Chi Well Point­er fol­gende Merk­male:

  • Sie ist nicht inva­siv, ver­let­zt nicht die Haut des Patien­ten;
  • Ihre Anwen­dung benötigt keine spezielle Aus­bil­dung und ist von jedem Patien­ten leicht handzuhaben;
  • Sie ist jed­erzeit und an jedem Ort anwend­bar;
  • Sie ist nicht mit dem Ein­satz des elek­trischen Stroms ver­bun­den.

Die Anwen­dungs­beobach­tung fand zwis­chen Sep­tem­ber 2002 und Jan­u­ar 2003 statt. Dabei wurde das Instru­ment mit dem Namen Chi Well Point­er des kore­anis­chen Pro­duzen­ten Gene­sen Inc.® einge­set­zt.

Ziel der Anwendungsbeobachtung

Fest­stel­lung der Effek­tiv­ität der Behand­lung mit dem Chi Well Point­er bei den Kopf­schmerzen und bei Migräne durch Beobach­tung ein­er begren­zten Anzahl von Patien­ten unter klin­is­chen und ambu­lanten Bedin­gun­gen. Fes­tle­gung der Möglichkeit­en und der Effek­te der Behand­lung mit dem Chi Well Point­er.

Das Auftreten fol­gen­der Wirkun­gen sollte unter­sucht wer­den:

  • Vor­beu­gung von Schmerzen,
  • Lin­derung von Kopf­schmerzen und Schmerzen bei Migräneat­tack­en

Ablauf der Anwendungsbeobachtung

Für die Anwen­dungs­beobach­tung sind 8 sta­tionäre und 6 ambu­lante Patien­ten auf frei­williger Basis aus­gewählt wor­den. Alle Patien­ten lit­ten unter Migräne mit unter­schiedlich­er Attack­en-Inten­sität bere­its seit mehreren Jahrzehn­ten. Bei den  meis­ten Teil­nehmern der Anwen­dungs­beobach­tung ver­ban­den sich ca. 60% ihrer Schmerzat­tack­en mit dem Auftreten von Span­nun­gen im Nack­en bzw. Schul­ter­bere­ich.

Die sta­tionär behan­del­ten Patien­ten in der Migränek­linik unter­la­gen auch anderen stan­dard­mäßig durchge­führten Ther­a­pi­en (z.B. Entspan­nungs­ther­a­pi­en, Ent­gif­tung nach der Dr. F. X. Mayr-Ther­a­pie u.a.). Sie erhiel­ten für die Dauer von ca. 2 Wochen 12 mal jew­eils etwa 20-minütige tägliche Behand­lun­gen. Außer­dem erhiel­ten sie während dieser zwei Wochen ein Chi Well Point­er Instru­ment zur Selb­st­be­hand­lung, wom­it sie sich täglich 2–3 mal und nach Bedarf (z.B. bei ein­er Migräneat­tacke) behan­delt haben. Allen Teil­nehmern ist am Anfang der Anwen­dungs­beobach­tung die Hand­habung des Chi Well Point­ers erk­lärt wor­den. Patien­ten, die während der Anwen­dungs­beobach­tung unter ein­er Schmerzat­tacke  lit­ten, kon­nten sich dabei mit dem Instru­ment behan­deln und einen direk­ten Zusam­men­hang zwis­chen der Schmerzre­duzierung und der Anwen­dung der Behand­lung mit dem Chi Well Point­er her­stellen. Dage­gen gab es für andere Patien­ten, die während dieser zwei Wochen keine Schmerzen hat­ten, keine ein­deutige Möglichkeit ihren schmerzfreien Zus­tand mit dem Ein­satz des Instru­ments zu verbinden.

Um den Ein­fluß ander­er klin­is­ch­er Ther­a­pi­en auszuschliessen und zur Ver­i­fizierung der unab­hängi­gen Wirkung des Instru­ments sind in der zweit­en Phase der Anwen­dungs­beobach­tung 6 andere, dies­mal ambu­lante Patien­ten gewählt wor­den, die die Migränek­linik für eine kurze Therapie/Beratung 3 bis 10 mal im Jahr besuchen.[1] Allen Patien­ten ist je ein Instru­ment lei­h­weise für min­destens 4 Wochen aus­ge­händigt wor­den. Alle Patien­ten sind in die Hand­habung des Instru­ments eingewiesen wor­den. Während dieser Zeit erhiel­ten sie keine andere Behand­lung und grif­f­en nur im äußer­sten Fall zu schmer­zlin­dern­den Mit­tel, und nur dann, wenn sie mit der Behand­lung mit dem Chi Well Point­er keine schmer­zlin­dern­den Effek­te erziel­ten.

Alle Patien­ten führten ein Behand­lungstage­buch, wo die Art der Behand­lung, ihre Inten­sität, die Kör­per­bere­iche, an denen die Chi Well Point­er einge­set­zt wur­den, und die Ergeb­nisse der Behand­lung notiert wur­den. Am Ende der Anwen­dungs­beobach­tung soll­ten die Patien­ten einen Befra­gungs­bo­gen aus­füllen, in welchem ihr sub­jek­tives Gefühl bzw. Ihre Zufrieden­heit mit dieser Ther­a­pie zum Aus­druck gebracht wer­den kon­nte. (Die Doku­men­ta­tion befind­et sich bei den Autoren).

 Ergebnisse der Anwendungsbeobachtung

 Sta­tionäre Patien­ten  
Deut­liche Besserung                     3
Besserung                                          0
Leichte Besserung1
Keine Verän­derung, schmerzfrei[2]
Keine Verän­derung, unzufrieden[3]  
  
Ambu­lante Patien­ten
Deut­liche Besserung2
Besserung2
Leichte Besserung1
Keine Verän­derung, schmerzfrei0
Keine Verän­derung, unzufrieden1

Erklärung der abgefragten Zustände

Deut­liche Besserung: Der Ein­satz der Behand­lung mit dem Chi Well Point­er war für die Vor­beu­gung des Kopf­schmerzes und der Migräneat­tacke nüt­zlich und bot dem Patien­ten die Möglichkeit zur erhe­blichen Reduzierung der Schmerzmit­tel. Der Ein­satz zu Beginn der Schmerzat­tacke erbrachte eine mehr als 70%-ige Verbesserung des Zus­tands.

Besserung: Die Behand­lung mit dem Chi Well Point­er wirk­te vor­beu­gend und schmer­zlin­dernd in mehr als 50% der Fälle.

Leichte Besserung: Der Ein­satz der Behand­lung mit dem Chi Well Point­er war spür­bar in über 40% der Fälle, brachte jedoch keine wesentliche Lin­derung der Schmerzen, die sich vom Place­bo-Effekt bzw. von der spon­ta­nen Remis­sion erhe­blich unter­schei­det.

Keine Verän­derung, schmerzfrei: Die Wirkung der Behand­lung mit dem Chi Well Point­er kon­nte nicht mit dem schmerzfreien Zus­tand unmit­tel­bar in Verbindung gebracht wer­den.

Keine Verän­derung, unzufrieden: Die Behand­lung mit dem Chi Well Point­er hat­te keine Wirkung. Die Schmerzen trat­en wie vor der Behand­lung auf.

Besprechung der Ergebnisse

Die Anwen­dungs­beobach­tung hat fol­gen­des gezeigt.

  1. Vor­beu­gung. Die Behand­lung mit dem Chi Well Point­er ist effek­tiv bei der Vor­beu­gung und bei der Behand­lung der Span­nungskopf­schmerzen in 90% der beobachteten Fällen. Wenn das Instru­ment unmit­tel­bar bei der Entste­hung der Span­nun­gen im Nack­en- bzw. Schul­ter­bere­ich einge­set­zt wird, tritt der Schmerz nicht mehr ein. Damit kön­nte die Häu­figkeit der Schmerzat­tack­en im Durch­schnitt um ca. 60% reduziert wer­den.
  2. Ein­satz bei den Kopf­schmerzen. Die Behand­lung mit dem Chi Well Point­er war effek­tiv bei der Unterbindung von Kopf­schmerzen schon bei den ersten auftre­tenden Sig­nale des Schmerzes. Daher ist den Beobachtern die Möglichkeit ent­zo­gen wor­den, die Effek­tiv­ität der Ther­a­pie während der Schmerzat­tacke in Zahlen zu bes­tim­men. Dieses gilt beson­ders für Span­nungss­chmerzen.
  3. Ein­satz bei der Migräneat­tacke. Bei den akuten Migräneat­tack­en war die Ther­a­pie auf Dauer weniger erfol­gre­ich. Obwohl bei ca. 60% der Fälle eine kurzfristige Schmer­zlin­derung erre­icht wor­den ist, kehrte der Schmerz in etwa 2–3 Stun­den wieder zurück. Ein Teil der Patien­ten berichtete, daß die wiederkehrende Schmerzat­tacke erst nach mehrma­ligem Ein­satz des Instru­ments und anschließen­dem mehrstündi­gen Schlaf beseit­igt wer­den kon­nte. Diese Spez­i­fik der Behand­lung mit dem Chi Well Point­er wird zurzeit weit­er unter­sucht.
  4. Bei der Behand­lung der Patien­ten mit der Behand­lung mit dem Chi Well Point­er ist ein zusät­zlich­er unge­planter Effekt beobachtet wor­den. Die Patien­ten, die neben der Migräne unter Rück­en­schmerzen lit­ten, haben alle eine deut­liche Besserung des Zus­tandes erfahren.

Anschließende Bemerkungen

  • Die Behand­lung mit dem Chi Well Point­er kann einem Teil der Migränepa­tien­ten emp­fohlen wer­den, beson­ders solchen, bei denen die Migräneat­tacke mit Span­nungskopf­schmerzen ver­bun­den sind. Auch bei eini­gen Fällen der Migräne kann die Behand­lung mit dem Chi Well Point­er als vor­beu­gende bzw. schmerzun­terbindende Meth­ode erfol­gre­ich sein, obwohl noch keine aus­re­ichende Infor­ma­tion zur langfristi­gen Wirkung dieser Ther­a­pie vorhan­den ist.
  • Die Beobach­tung der Behand­lung mit dem Chi Well Point­er wird sowohl in der Migräne-Klinik König­stein, als auch unter Ein­beziehung von einzel­nen Patien­ten außer­halb der Klinik fort­ge­set­zt. 
  • Wir bit­ten die Leser, die diese Ther­a­pie ken­nen, uns über ihre Erfahrung zu bericht­en. Schreiben Sie bitte an die Adresse: ITM GmbH, Franken­weg 36, 61318 Friedrichsdorf/Ts., senden Sie uns eine Email: info@itm-online.de oder schreiben Sie einen Beitrag in unserem Forum auf dieser Home­page. Beacht­en Sie bitte auch die weit­eren Infor­ma­tion­s­möglichkeit­en unter dem Menupukt: Links. 

[1] Zusät­zlich zu diesen 6 haben 3 Patien­ten, die in der ersten Phase bei der Beobach­tung in der Klinik mitwirk­ten, die Anwen­dung der Ther­a­pie auch unter nicht-klin­is­chen Bedin­gun­gen erfol­gre­ich fort­ge­set­zt. Diese sind in unserem Bericht nicht berück­sichtigt.

[2] Diese Patien­ten waren zu Anfang der Behand­lung mit dem Chi Well Point­er schmerzfrei und blieben so bis zum Ver­lassen der Klinik. Diese Schmerzfrei­heit wird in unser­er Unter­suchung nicht zum pos­i­tiv­en Effekt der Behand­lung mit dem Chi Well Point­er zugerech­net.

[3] Diese Pati­entin hat später, nach dem Ver­lassen der Klinik und der eigen­händi­gen Fort­set­zung der Ther­a­pie,  ihre Mei­n­ung auf „Besserung“ geän­dert und ein Instru­ment für die weit­ere Behand­lung beibehal­ten

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